Stadt-Land-Kooperation

Unsere erste Kooperation

Konkret haben wir die Erhebung der Interessenten an einer ersten Kooperation mit dem Haidehof ab Saisonstart 2021 begonnen.

Unter dem persönlichen Profil kann jede*r der auf der Homepage angemeldet ist, unter dem Projekt "Solidarische Landwirtschaft / Stadt-Land-Kooperation" eintragen, ob sie oder er

  • Interesse an diesem Projekt hat
  • bereits an diesem Projekt mitarbeitet
  • als Teilnehmer an der Kooperation aufgenommen werden möchte

Wir streben eine erste Zahl von 30 Teilnehmer*innen an, entsprechend einer Menge von 30 großen Gemüsekisten. Es ist auch möglich, die Menge einer kleinen Kiste zu nehmen. Dazu werden wir in diesem Jahr noch in konkrete Gespräche mit dem Haidehof gehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn aus dem Kreis der registrierten Nutzer unserer Homepage eine stattliche Zahl von Teilnehmenden zustande kommt und darüber hinaus weitere Interessierte zu uns finden.

Das Gemüse und ggf. die Eier können an vorausichtlich zentraler Stelle in Rissen abgeholt werden.

Dabei wird es wahrscheinlich ähnlich wie bei der Solawi Blankenese sein, orientiert am Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft (Teilen von Risiko und Ernte und Bilden einer guten Gemeinschaft untereinander und mit dem Hof).  Nämlich dass jede*r selbstverantwortlich seinen Anteil entnimmt. Eine Mithilfe bei der Entgegennahme der angelieferten Ware, beim Reinigen des Raumes etc. wird dabei von uns gemeinsam organisiert werden. Es wird eine Umlage für entstehende Kosten des Raumes geben. Ansonsten zahlt jede*r Teilnehmende im voraus für die kommende Saison.

Auf dem Gründer*innen Workshop des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft vom 28.11.2020 konnten wir wichtige Kontakte knüpfen und viele gute Anregungen mitnehmen.

Workshop im Rahmen der HH'er Klimawoche

Wir haben in Kooperation mit dem Gut Haidehof einen Workshop veranstaltet zum Thema:

Regionale, ökologische und leckere Ernährung für Rissen

Fachreferent*innen: Stephan Böhm, Hannes Höhne, Sarah Joseph & Harris Tiddens

Es geht um das Ziel, biologische Landwirtschaftsbetriebe aus der Region mit Rissener Haushalten so zu verknüpfen, dass eine Win-Win-Situation im Sinne der Nachhaltigkeit entsteht. Dabei gehen wir davon aus, dass es etwa 200 Haushalte braucht, um einen ökologisch ausgerichteten landwirtschaftlichen Betrieb zu finanzieren. Um dies zu erreichen, ging es in den angeleiteten Workshops um folgende konkrete Fragen:

• Wie finden wir Landwirte im Umkreis von etwa 50 Km, die sich auf eine derartige Kooperation einlassen?

• Wie finden wir Land, auf dem eine derartige Landwirtschaft aufgebaut werden kann?

• Wie finden wir ein finanzielles Konzept, das dieses Kooperationsprojekt unterstützt?

• Wie finden wir 200 Rissener Haushalte, die sich diesem Kooperationsprojekt anschließen?

Die Ergebnisse dieser Workshops werden jetzt vom Zukunftsforum Rissen e.V. so aufbereitet, dass sie die Grundlage bilden können für eine öffentlichkeitswirksame Kampagne für eine Rissener Stadt-Land-Kooperation.

Sarah Joseph (Doktorandin an der Kühne Logistics University Hamburg: "Can Regional Organic Agriculture Feed the Regional Community: A Case Study for Hamburg and North Germany") stellte ihre wissenschaftlichen Forschungsergebnisse dazu vor, wie Hamburg sich zu 100% ökologisch ernähren kann.

Stephan Böhm (Projektleiter Haidehof) sprach über die Chancen, Bauern für eine Stadt-Land-Kooperation zu gewinnen.

Hannes Höhne (Betriebsleiter Haidehof) legte betriebswirtschaftliche Aspekte einer solchen Kooperation dar.

Harris Tiddens (Experte für selbstlernende Organisationen, Autor des Buches "Wurzeln für die lebende Stadt") formulierte ein Grobkonzept und Eckdaten für eine solche Stadt-Land-Kooperation.

In Kleingruppenarbeit wurden diese Themen vertieft und konkrete, zielführende  Fragen formuliert, welche im Anschluss von den Experten behandelt wurden.

Das Fachforum Ernährungs- und Agrarwende wird nun die Ergebnisse dieses Workshops auswerten und ein Konzept entwickeln, wie wir die Stadt-Land-Kooperation ereichen wollen.

Bericht des NDR: Hamburg könnte sich zu 100% biologisch ernähren...

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